Freitag, 23. November 2012
Wie wichtig der erste Eindruck beim Kennen lernen ist
Sie begegnen einen für Sie bis dato fremden Menschen, einen neuen Kunden oder Ihren neuen Chef. Instinktiv beurteilen Sie den Menschen im ersten Moment, in dem Sie ihn erblicken: Freund - Feind - nett - unausstehlich - farblos - faszinierend. Ihrem Gegenüber geht es ebenso. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie Sie den Moment des ersten Eindrucks vorteilhaft für sich zugute kommen lassen.

Für den ersten Eindruck gibt es unglücklicherweise keine zweite Chance; dies wurde bereits in mehrfachen wissenschaftlichen Auswertungen bewiesen.

Zwischen 1/6 sec - max. 90 sec. dauert ein "Gesamt-Check", daraufhin steht unwiderruflich ein Urteil über die eingeschätzte Person. In diesem immens kurzen Zeitraum wird von uns entschieden, ob wir unser neues Gegenüber als ansprechend, unsympathisch, attraktiv, unerotisch, interessant, uninteressant, klug, dumm etc. einordnen.

Die Faktoren für unsere Entscheidung sind in erster Linie Stimme, Aussehen, Haltung, Körpersprache, Mimik und Duft. Der am meisten ausgeprägten Information vertrauen wir zuerst und am allermeisten - das herausstechenste Signal ist damit der entscheidende Hauptfaktor für die weitere Gesamtbeurteilung - es kann alle weiteren Signale übertönen.

Aus diesem Grund ist es ausnehmend bedeutend, alle körpereigenen Signale von Beginn an richtig zu setzen. Wenn z. B. Ihre Bekleidung perfekt sitzt, aber das Minischildchen von der Reinigungsfirma aus Versehen noch am Anzug klebt, wird genau dieses Mini-Element als dominantestes Signal bei Ihrem Gegenüber ankommen. Demgegenüber denken Sie auch daran: Nobody is perfect - die meisten kleinen Macken und Unzulänglichkeiten wirken durchaus liebenswürdig.

Die Signifikanz des ersten Eindrucks - Optik

Die Optik des Gegenübers ist für die "Magie" des ersten Eindrucks - sympathisch oder abstoßend - in den allermeisten Situationen nicht auschlaggebend. Relevant ist vor allem eine Gute Hygiene und in vielen Fällen eine der Situation abgestimmte Kleidung. So wird man in abgerissenen Sachen bei einer Banker-Veranstaltung deutlich für Missfallen sorgen, während auf einer Hardrock-Party der Schlipsträger aufpassen sollte, dass er nicht mit Eiern beworfen wird. Bei allen Gegebenheiten ohne Ausnahme bedeutend ist hingegen eine Gute Hygiene des Körpers. Ein z. B. peinlicher Körpergeruch ist ein allumfassendes No-Go in allen Situationen und Begegnungen.

Die Signifikanz des ersten Augenblickes - Mimik: Die innere Kalibrierung

Durch die sog. "Spiegelneuronen" adaptieren wir unmittelbar den Gemütszustand des Gegenübers. Wenn meine Mimik z. B. Unhöflichkeit ausdrückt, wird unser Gesprächspartner uns blitzschnell als unsympathisch einschätzen. Versuchen Sie also bereits vor der Begegnung eine innere bejahende Einstellung zu erreichen. Lächeln Sie, auch wenn es möglicherweise schwer fällt in diesem Moment.

Die Signifikanz des ersten Momentes - Stimme
, Körperhaltung und Gestik: Hochstatus und Tiefstatus

Jeder Erdenbürger befindet sich von der ersten Zusammenkunft an in einem bestimmten Status - je nachdem ob er sich z. B. dem Anderen gegenüber gehemmt oder sicher fühlt. In Gegenwart vermeintlich oder tatsächlich "Höhergestellten" oder Personen des anderen Geschlechts nimmt man häufig unabsichtlich einen unterwürfigen Tiefstatus ein.

Genau dieses ehrerbietige Verhalten nebst einer ehrerbietig wirkenden Körperausstrahlung sollten Sie aber nicht an den Tag legen, denn dies führt meist zu einem für Sie nachteiligen Verlauf des Gespräches.

Einer höhergestellten Persönlichkeit sollte man zwar mit Respekt begegnen, jedoch nicht mit einer ehrlosen Demonstrativen Unterwürfigkeit. Sporadische Elemente von Tieferstatus wie eine Verbeugung sind dagegen eine Referenzbezeugung dem mit dem höheren Rang oder dem Gleichgestellten gegenüber und keine Katzenbuckelei.

Üben Sie vor einer wichtigen Begegnung, wie Sie diesen Augenblick des ersten Treffens erfolgreich hinbekommen können (üben Sie z. B. mit einem Bekannten oder einer anderen Person Ihres Vertrauens):

Nehmen Sie eine entspannte und gerade Haltung
ein.

Vermeiden Sie kleine abgehackte Bewegungen. Dies zeigt dem gegenüber einen Tiefstatus.

Meiden Sie es genauso im Stand angespannt am Körper oder im Gesicht "herum zu zupfen". Versuchen Sie stattdessen gelassen und entspannt zu stehen, die Hände locker an den Körperseiten hängend.

Sprechen Sie in sich ruhend, akzentuiert und ohne Stress.

Sprechen Sie während Sie das Haupt und den Blick ruhig und gerade halten.

Handeln Sie also durchgehend ungezwungen und selbstsicher mit Ihrer Körpersprache.

Durch diese aufrechte und entspannte Körperhaltung strahlen Sie Ehrlichkeit, Authentizität und Ausgewogenheit aus.

Genießen Sie es auch mal in alltäglichen Konstellationen eine "königliche innere Ruhe" zu "feiern".

Durch Entspanntheit wirken Sie vom ersten Moment an anziehend und souverän.

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